Schlechte Nachricht für Anthroposophen
Wasser hat ein kurzes Gedächtnis. Viel zu kurz jedenfalls um als Argument herhalten zu können für die Wirkungsweise von homöopathischen Dosen anthroposophischer Heilmittel. Letztere wird von Anhängern der Alternativmedizin gerne damit erklärt, dass sich das Wasser eben auch dann noch an den Heilstoff «erinnert», wenn vom gelösten Stoff wegen der grossen Verdünnung gar keine Moleküle mehr präsent sind. Nun ist Wasser zwar tatsächlich eine besondere Flüssigkeit, indem die einzelnen Moleküle über sogenannte Wasserstoffbrücken zu losen Netzwerken verkettet sind. Und diese Netzwerke können gestört werden, etwa durch gelöste Substanzen oder auch Laserstrahlen. Doch stellt sich nach einem Störimpuls ziemlich bald wieder der ursprüngliche Zustand ein. Genau 50 Femtosekunden (Millionstelmilliardstels-Sekunden) dauert es, bis beispielsweise nach einem Laserpuls im Wasser wieder die alte Ordnung herrscht. Dies wird in Nature-Ausgabe vom 10. 3. 2005 berichtet. Und nun wissen wir immer noch nicht, wie und weshalb Homöopathie wirkt …